Broken Dreams

Bild: Jo Ziegler
Text: Uri Bülbül

Ein Gefühl nur bleibt aus der Nacht. Es ist wie inhaltsleer. Details gehen verloren und entziehen sich dem Begriff. Der Angstschweiß ist verflogen, verflogen auch die Lust. Eigentlich schien alles möglich: Schwimmen durch die Luft völlig schwerelos. Ein Sturz vom Dach mit einem schmerzlosen Aufschlag. Die Luft, die einem die Stimme aufsaugt, wie ein Schwamm, so dass man nicht schreien kann. Oder eine Flucht, die unmöglich wird, weil trotz aller Bewegung, Anstrengung, Verzweiflung und Panik ein Fortkommen nicht gelingt. Es ist eine besondere Art der Lähmung. Ein Alptraum. Glitzerndes Wasser, so weit das Auge reicht, funkelnde Wellen und eine leichte Brise. Niemand am Strand mit wehendem Haar und wehendem Kleid. Und die Möwen halten Mittagsschlaf, während der Fischer seinen Fang bereut.

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